Stressfaktoren identifizieren

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Es scheint manchmal als gäbe es nichts was du gegen den konstanten Stresslevel machen kannst. Die Uni schmeißt dich mit Deadlines zu, das Geld ist immer zu knapp, der Druck was du nach der Uni machst nimmt täglich zu und zu deinen Hobbies kommst du eh nie. Es gibt viele verschiedene Ansätze mit Stress umzugehen oder Stressempfinden zu mindern.

Einer der fundamentalsten Ansätze beschäftigt sich mit deiner Wahrnehmung von Stress. Übermäßig gestresste Menschen setzen Stress mit etwas externem gleich, das auf einen einwirkt und auf das man keinen Einfluss hat. Du hast jedoch viel mehr Kontrolle über deinen Stresslevel als du glaubst. In Wahrheit ist die Einsicht, Kontrolle über sein Leben zu haben der Grundstein von Stressmanagement.

Stress zu managen heißt, Kontrolle zu übernehmen. Du hast die Kontrolle über deine Gedanken, deine Emotionen, deinen Stundenplan, deine Umwelt und über die Art mit der du mit Problemen umgehst. Dein ultimatives Ziel in dieser Hinsicht ist ein ausgeglichenes Leben, mit ausreichend Zeit für Studium, Sozialleben, Freizeit – plus die Belastbarkeit zu erlangen, unter Druck standzuhalten und Herausforderungen anzupacken.

Um diese Ziele zu erreichen ist es essenziell, die Stressfaktoren in deinem Leben zu identifizieren. Meist ist dies jedoch nicht so einfach wie man sich das vorstellt. Die wahren Quellen deiner Gestresstheit sind nicht immer offensichtlich erkennbar und es ist allzu einfach, eigene stressverursachende Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zu übersehen.  Klar, du weißt, dass Examenstermine und Abgabedeadlines für Hausarbeiten dir Sorgen bereiten und dich stressen. Doch vielleicht sind die Quellen deines Deadlinestresses eher dein Aufschieben und ein schlechtes Zeitmanagement als die Anforderungen der Uni.

Achte darauf, ob du folgende Verhaltensmuster oder Ausreden bei dir wiederfindest, oft sind sie ein Grund für gefühlten ständigen Stress:

  • Erklärst du dir deinen Stresspegel mit aktuellen Ereignissen („Ich hab bloß gerade super viel um die Ohren“), obwohl du dich nicht an deine letzte Verschnaufpause erinnern kannst?

  • Definierst du Stress als Teil deines Studiums oder deiner Arbeit („Der Kurs/der Fachbereich ist extrem fordernd, da ist man immer unter Druck“) oder als Teil deiner Persönlichkeit („Ich bin bloß ein ziemlich hektischer Typ, das ist Alles…")?

  • Machst du andere Leute oder Ereignisse für deinen Stress verantwortlich und erachtest dies als völlig normal?

Die Perspektive ist entscheidend. Um Stress zu reduzieren musst du Verantwortung anerkennen deinen Stresslevel kontrollieren zu können. Wenn du Stress als etwas siehst das außerhalb deiner Kontrolle liegt, wirst du zum Punchingball deines Umfeldes. Übungen Stress zu kontrollieren und effektives Zeitmanagement werden dir helfen, diese Grundlagen in die Tat umzusetzen.